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Informationen der BI Gegenwind
Bürgerinitiative wehrt sich gegen Ausbaupläne zur Energiewende im westlichen Naherholungsgebiet.
Ordentlich Gegenwind gegen die derzeitigen Pläne zur Energiewende in Göttingen wollen Bürger aus Groß Ellershausen und Hetjershausen machen, die sich jetzt zu einer Bürgerinitiative zusammengeschlossen haben.

Seit dem 19.12.2012 auch als eingetragener Verein
„Bürgerinitiative Gegenwind Groß Ellershausen/Hetjershausen“

Vorsitzende: Dr. Anita Schmidt-Jochheim, Zum Loh 21, 37079 Göttingen
Stellv. Vorsitzende: Susanne Gevert-Seidemann,  Hetjershäuser Weg 3a, 37079 Göttingen
Stellv. Vorsitzende: Katharina Schüle-Rennschuh,  Schlehenring 27, 37079 Göttingen
Kontakt: BI_Gegenwind@gmx.de

Die erste Mitgliederversammlung findet
am 29.1.2013 um 19:30Uhr
im Sporthaus Groß Ellershausen statt
 



Bericht von der Informationsveranstaltung vom 11.12.2013

Viele Interessenten konnte die BI Gegenwind begrüßen, das Sporthaus in Groß Ellershausen war bis auf den letzten Stehplatz gefüllt. Etwa 180-200 Personen waren anwesend.

Frau Schüle-Rennschuh begrüßte die Anwesenden und stellte die Bürgerinitiative Gegenwind vor.
Anschließend präsentierte Frau Gevert-Seidemann die bisherigen Erkenntnisse und Planungen über die Vorrangflächen zur Windenergie mit den geplanten Windriesen E101 von Enercon und über die Planung der 380KV Trasse.
Dem Publikum konnte man anmerken das Sie schockiert waren über die Größenordnungen dieser Maßnahmen und die erwarteten langfristigen Belastungen. Allein der Schlagschatten würde über 1800m werfen können.
So hatte sich das sicher keiner vorher vorgestellt.

Nachdem anschließend Frau Dr.Schmidt-Jochheim über die gesundheitlichen Problematiken von Schall- und Infraschall sowie der hohen magnetischen Strahlung der Trasse referierte wurde jedem klar, sollte dieses kommen ist nichts mehr so wie vorher. Durch die Lage westlich der Dörfer, werden alle diese Erscheinungen um ein erhebliches Maß verstärkt.

Herr Uwe Scheibler der als Sprecher vom BUND und „Stadtundplanung Göttingen“ in einer Präsentation deren Sichtweise über diese Energiepolitik darstellte wunderte er sich auch über die Art dieser Vorhaben, deren Sinnfälligkeit bezweifelt werden muss. Er stellt klar das die 380KV nicht für den Transport der Offshorewindernergie dienen wird sondern allein eine einfache Ersatzstrecke ist, die nun im Rahmen des EEG durchgepeitscht werden soll. Diese könnte auch auf einer anderen Trasse weit weg von Göttingen verlegt werden. Windriesen wie die E101 gehören nicht in die Nähe von Städten! Der derzeitige Mindestabstand ist für diese Anlagen nicht vertretbar.

Der ortsansässige Architekt Herr Ludewig stellte eine alternative Möglichkeit der 380kV Trassenführung, in der vorgeschlagenen Erdverkabelung, direkt entlang der Autobahn vor.
Dazu müsste einzig ein Arrangement mit der bestehenden Gasleitung getroffen werden. Interessant dabei ist das die Stadt Göttingen am östlichen Rand der Autobahn eine Schneise von Grundstücken besitzt, die extra für Versorgungsleitungen vorgehalten werden.

Herr Kupke vom der CDU-Ortsratsfraktion sprach über die politischen Möglichkeiten hier ansetzen zu können. Jeder sollte seinen lokalen Stadtratspolitiker ansprechen, denn nur noch der Stadtrat kann hier eine Entscheidung für unsere Ortsteile herbeiführen. Für alles andere ist es schon zu spät. Die Aktionen wurden durchgepeitscht. Auch der Ortsrat ist bisher schlecht informiert wurden.
Erst nachdem der Investor Stadtwerke Göttingen die Bevölkerung über sein Vorhaben informierte wurde der Ortsrat von der Stadt unterrichtet.
Bei der 380KV Trasse wurde dieser bisher einzig von den Medien und dem Planungsbüro von TenneT informiert. Nicht einmal die genaue Trassenführung, die der Stadt bekannt sein sollte, wurde vorgestellt. Der Ortsrat beantragte darauf eine Bürgerversammlung, die nun auch von der Stadt durchgeführt werden sollen. Nur wird diese erst nach den Beschlüssen des Stadtrates stattfinden. Von einer Mitbestimmung kann dann nicht mehr die Rede sein. Tatsachen sind dann schon geschaffen.

Das die Stadt ein eigenes Interesse an der Ausweisung der Flächen hat wurde bei der Vorstellung im Ortsrat bewusst. So war das bisherige Erweiterungsgebiet Hetjershausen West schon nicht mehr in diesen Plänen eingezeichnet, damit der zurzeit angewendete geringe Mindestabstand noch eine Planung von Vorrangflächen ermöglicht. Somit wird auch die Erweiterung dieses Ortsteils geopfert.
Im Lärmkataster wird übrigens dieser Bereich der Windvorrangflächen als einer der wenigen Ruhebereiche in der Stadt Göttingen genannt. Auch dieses ist dann Opfer einer Verwaltungspolitik die nichts mehr mit dem Bürger gemeinsam hat.

Fazit: Sollte sich die Stadt gegen ihre Bürger für die Investoren entscheiden nimmt sie bewusst gesundheitliche Beeinträchtigungen, Zerstörung der Landschaft und der Erholungsgebiete in Kauf und gibt damit die Ortsteile auf. Nichts wird so wie vorher!

13.12.2012 M. Kupke

                                                        

Links ein 190m Windrad

Rechts das Windrad welches die Stadt Göttingen noch in Geismar in Betrieb hat.

Materialien von der Informationsveranstaltung vom 11.12:
Flyer und Infoveranstaltung
Burgerinitiative_Gegenwind_Prasentation.pdf
Präsentation Burgerinitiative_Gegenwind_Gesundheit.pdf

Gerne können Sie sich auch im Internet beteiligen.
Unter Facebook finden Sie uns hier: http://www.facebook.com/BI.Gegenwind

Kontakt: BI_Gegenwind@gmx.de


Presseinformation [79 KB]


Daten zur Lärmentwicklung der Enercon E-101 (Windpark)

Die Firma Enercon hat ein Diagramm für berechnete Schalldruckpegel der E-101 mit 135 m Nabenhöhe.


 

Emission in unmittelbarer Nähe der Nabe: 106 dB(A)
Immission in 500m Entfernung: 42 - 43 dB(A) in verschiedenen Höhen, zwischen 100 und 150 m
Immission in 1.000m Entfernung: 33 - 34 dB(A) in verschiedenen Höhen, zwischen 100 und 150 m
Diese Werte sind mithilfe eines Programms zur Ermittlung von Immissionswerten gemäß ISO 9613-2 berechnet. Der ISO-Standard legt das Modell einer idealisierten kugelförmigen Lärmausbreitung zugrunde, bei der Gelände-abhängige Dämpfungsfaktoren eingebaut sind. Er ist der üblicherweise für die Berechnung von Immissionen herangezogene Standard. Die obigen Werte sind unter Vernachlässigung von Dämpfungsfaktoren ermittelt worden. Dadurch sind die Werte einerseits maximal, andererseits wohl auch wieder realistisch angesichts der gegebenen Landschaft.

Für die zusätzliche Belastung durch mehrere Anlagen und dem erhöhten Standort im Gelände, sowie Westwindhäufigkeit müsste man etwa 10 dB(A) addieren und käme auf diesen Wert:
Immission eines Parks von E-101-Anlagen in 1.000m Entfernung: etwa 43 - 45 dB(A)
(dieser "Lärmpegel" entspricht dem eines Geschirrspülers)


Wind und Schlagschatten

eine Ausarbeitung vom Landesumweltamt Nordrhein-Westfalen.
 

Copyright © 2008 Groß Ellershausen, ein Ortsteil von Göttingen
Stand: 04.11.14